Was ist ein NAS / FTP / Cloud-Speicher? | Enjyn Gruppe
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NAS FTP Cloud Erklärung

Zuletzt aktualisiert: 22.02.2026 um 11:46 Uhr

Was ist ein NAS / FTP / Cloud-Speicher?

Daten sicher speichern, von überall darauf zugreifen und mit anderen teilen – das sind grundlegende Anforderungen in der digitalen Welt. Dafür gibt es verschiedene Lösungen: NAS, FTP und Cloud-Speicher. In diesem Artikel erklären wir dir, was hinter diesen Begriffen steckt, wie sie funktionieren und wann du welche Lösung nutzen solltest.

NAS – Dein eigener Netzwerk-Speicher

NAS steht für Network Attached Storage (Netzwerkspeicher). Ein NAS ist im Grunde ein kleiner, spezialisierter Server, der in deinem Netzwerk hängt und als zentrale Speichereinheit dient. Stell dir das wie eine externe Festplatte vor – nur dass alle Geräte in deinem Netzwerk gleichzeitig darauf zugreifen können.

Wie funktioniert ein NAS?

Ein NAS-Gerät besteht aus einem Gehäuse mit einem oder mehreren Festplatteneinschüben, einem kleinen Prozessor und einer Netzwerkanbindung. Es wird per Ethernet-Kabel an deinen Router angeschlossen und ist dann für alle Geräte im Netzwerk verfügbar – Computer, Laptops, Smartphones, Tablets und sogar Smart-TVs.

Was kann ein NAS?

  • Zentrale Dateiablage: Alle Dateien an einem Ort, erreichbar von jedem Gerät im Netzwerk
  • Automatische Backups: Computer und Smartphones können automatisch auf das NAS gesichert werden
  • Medien-Streaming: Filme, Musik und Fotos direkt auf TV oder andere Geräte streamen (z. B. über Plex oder DLNA)
  • Eigene Cloud: Mit Software wie Nextcloud oder Synology Drive von überall auf deine Daten zugreifen
  • Datensicherheit (RAID): Durch die Spiegelung auf mehrere Festplatten sind deine Daten auch bei einem Festplattenausfall geschützt
  • Benutzerverwaltung: Verschiedene Nutzer mit unterschiedlichen Zugriffsrechten einrichten

RAID – Datensicherheit durch Redundanz

Die meisten NAS-Geräte nutzen RAID (Redundant Array of Independent Disks), um Daten sicher zu speichern. Dabei werden mehrere Festplatten intelligent zusammengeschaltet:

RAID-Level Beschreibung Mindestanzahl Platten Ausfallsicherheit
RAID 0 Daten werden aufgeteilt (schnell, aber kein Schutz) 2 Keine
RAID 1 Daten werden gespiegelt (1:1 Kopie) 2 1 Platte darf ausfallen
RAID 5 Daten + Parität verteilt auf alle Platten 3 1 Platte darf ausfallen
RAID 6 Wie RAID 5, aber mit doppelter Parität 4 2 Platten dürfen ausfallen
⚠️ Achtung: RAID ist kein Backup! RAID schützt vor Festplattenausfall, aber nicht vor versehentlichem Löschen, Ransomware oder einem Defekt des gesamten NAS-Geräts. Du brauchst immer ein zusätzliches Backup.

Beliebte NAS-Hersteller

  • Synology: Sehr benutzerfreundliche Oberfläche (DSM), ideal für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • QNAP: Leistungsstarke Hardware, viele Erweiterungsmöglichkeiten
  • TrueNAS: Open-Source-Lösung, ideal für Profis und Selbstbauer
  • Asustor: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

FTP – Dateien übertragen wie die Profis

FTP steht für File Transfer Protocol und ist eines der ältesten Protokolle im Internet. Es dient dazu, Dateien zwischen einem Client (deinem Computer) und einem Server zu übertragen. Wenn du schon einmal Dateien auf einen Webserver hochgeladen hast, hast du wahrscheinlich FTP (oder eine sichere Variante davon) benutzt.

Wie funktioniert FTP?

FTP arbeitet nach dem Client-Server-Prinzip. Du verbindest dich mit einem FTP-Programm (z. B. FileZilla) zu einem FTP-Server, indem du den Hostnamen, deinen Benutzernamen und dein Passwort eingibst. Nach der Verbindung kannst du Dateien hoch- und herunterladen, Ordner erstellen und Dateien verwalten – ähnlich wie im Windows-Explorer, nur über das Netzwerk.

FTP-Varianten

FTP (unverschlüsselt)
Die Originalversion. Daten und Passwörter werden im Klartext übertragen. Nicht empfohlen – nur noch in abgeschlossenen Netzwerken verwenden.
FTPS (FTP over SSL/TLS)
FTP mit zusätzlicher SSL/TLS-Verschlüsselung. Alle Daten werden verschlüsselt übertragen. Nutzt typischerweise Port 990.
SFTP (SSH File Transfer Protocol)
Technisch gesehen kein FTP, sondern ein eigenständiges Protokoll, das über SSH läuft. Gilt als die sicherste Variante und läuft über Port 22. Empfohlene Methode.
💡 Tipp: Nutze immer SFTP statt FTP. SFTP verschlüsselt sowohl die Anmeldedaten als auch die übertragenen Dateien. Ein guter FTP-Client wie FileZilla unterstützt alle Varianten.

Typische Einsatzgebiete von FTP/SFTP

  • Website-Verwaltung: Dateien auf den Webserver hochladen oder bearbeiten
  • Backup-Übertragung: Sicherungskopien auf einen externen Server laden
  • Datenaustausch: Große Dateien zwischen Standorten austauschen
  • Automatisierte Prozesse: Skripte, die regelmäßig Dateien synchronisieren

Cloud-Speicher – Daten in der Wolke

Cloud-Speicher bedeutet, dass deine Daten auf Servern eines Anbieters gespeichert werden, statt auf deiner eigenen Hardware. Du greifst über das Internet auf deine Dateien zu – per Browser, App oder über die Integration ins Betriebssystem. Bekannte Cloud-Dienste sind Google Drive, Dropbox, OneDrive oder iCloud.

Vorteile von Cloud-Speicher

  • Überall verfügbar: Zugriff von jedem Gerät mit Internetverbindung
  • Keine eigene Hardware nötig: Der Anbieter kümmert sich um Server und Wartung
  • Automatische Synchronisation: Änderungen werden sofort auf alle Geräte übertragen
  • Einfaches Teilen: Dateien oder Ordner per Link teilen
  • Skalierbar: Speicherplatz kann jederzeit erweitert werden

Nachteile und Bedenken

  • Datenschutz: Deine Daten liegen auf fremden Servern – oft außerhalb der EU
  • Abhängigkeit: Ohne Internet kein Zugriff (außer bei Offline-Synchronisation)
  • Laufende Kosten: Monatliche oder jährliche Gebühren
  • Kontrollverlust: Änderungen an den AGB oder Preisen des Anbieters

Eigene Cloud mit Nextcloud

Wer die Vorteile der Cloud nutzen möchte, ohne die Kontrolle über seine Daten abzugeben, kann eine eigene Cloud betreiben. Die beliebteste Lösung dafür ist Nextcloud – eine Open-Source-Software, die du auf deinem eigenen Server oder NAS installieren kannst.

Was bietet Nextcloud?

  • Dateisynchronisation: Wie Dropbox, aber auf deinem eigenen Server
  • Office-Integration: Dokumente direkt im Browser bearbeiten (mit Collabora oder OnlyOffice)
  • Kalender & Kontakte: Synchronisation über CalDAV und CardDAV
  • Chat & Videokonferenzen: Integrierte Kommunikation mit Nextcloud Talk
  • Apps & Erweiterungen: Hunderte zusätzliche Apps im Nextcloud App Store
✅ Empfehlung: Nextcloud auf einem VPS oder NAS ist die beste Lösung, wenn du Datenschutz, Kontrolle und Cloud-Komfort verbinden möchtest. Du hast die volle Kontrolle über deine Daten und bist unabhängig von großen Tech-Konzernen.

NAS vs. FTP vs. Cloud – der Vergleich

Eigenschaft NAS FTP/SFTP-Server Cloud-Dienst Eigene Cloud (Nextcloud)
Datenkontrolle Voll (eigene Hardware) Voll (eigener Server) Beim Anbieter Voll (eigener Server)
Zugriff von unterwegs Möglich (mit Konfiguration) Ja (mit FTP-Client) Ja (Browser/App) Ja (Browser/App)
Einrichtung Mittel Einfach bis Mittel Sehr einfach Mittel bis Anspruchsvoll
Laufende Kosten Strom Server-Miete oder Strom Abo-Gebühr Server-Miete oder Strom
Datenschutz (DSGVO) Sehr gut Sehr gut Abhängig vom Anbieter Sehr gut
Ideal für Zuhause / Büro Webentwicklung / Datentransfer Einfache Nutzung Datenschutz-bewusste Nutzer

Welche Lösung passt zu mir?

Für Zuhause / kleine Büros
Ein NAS von Synology oder QNAP mit 2–4 Festplatten. Optional mit Nextcloud für Cloud-Zugriff von unterwegs.
Für Webentwickler
SFTP-Zugang zum Webserver ist Standard. Für Backups zusätzlich einen separaten FTP/SFTP-Storage-Server nutzen.
Für Teams und Unternehmen
Nextcloud auf einem VPS oder dediziertem Server. Volle Kontrolle, DSGVO-konform, mit Office-Integration und Teamfunktionen.
Für den schnellen Einstieg
Ein Cloud-Dienst wie Google Drive oder OneDrive. Schnell eingerichtet, aber mit weniger Kontrolle über die Daten.

Weitere Hilfe

Du möchtest eine eigene Cloud einrichten, ein NAS konfigurieren oder brauchst Hilfe mit FTP-Zugängen? Kontaktiere uns – wir finden die richtige Speicherlösung für dein Projekt.

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